Vortragsabend am 30.06.

Wir begrüßen am 30. Juni um 20 Uhr Herrn Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, der über „Toleranz und ihre Grenzen“ referieren wird.

Herr Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er studierte in Tübingen Philosophie, Geschichte, Religionswissenschaft und Rechtswissenschaft. 2008 gründete er das Würzburger Universitätsprojekt „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“, welches sich noch vor den aktuellen Migrationsbewegungen mit der Entstehung, Analyse und Lösung kulturell bedingter Konflikte beschäftigt hat. Herr Prof. Dr. Dr. Hilgendorf wird am 30. Juni über „Toleranz und ihre Grenzen“ referieren.

Hierzu sagte Herr Prof. Dr. Dr. Hilgendorf vorab: „Die gewaltigen Migrationsbewegungen des vergangenen Jahres waren nur Vorbote neuer Dimensionen von Zuwanderung. Dies bedeutet u.a., dass sich Deutschland in den kommenden Jahren kulturell erheblich pluralisieren wird. Eine solche Entwicklung bietet Chancen, bereitet aber auch Probleme. Bereits heute sind kulturell bestimmte Konflikte in aller Munde – vom Ehrenmord über die Totalverschleierung und das Kopftuch bis hin zur Weigerung, einer Frau die Hand zu geben. In dem Vortrag sollen die Grenzen der Toleranz gegenüber fremdkulturell bestimmtem Verhalten ausgelotet und Vorschläge zu einer Problementschärfung formuliert werden.“

Mit dem Vortrag „Toleranz und ihre Grenzen“ erhofft sich die Burschenschaft Adelphia, eine offene und vor allem wissenschaftliche Debatte einem breiteren Publikum in Würzburg anzubieten.
Marc Schwenkert, Sprecher der Burschenschaft Adelphia Würzburg, erklärt: „Wir haben mit Herrn Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf einen sehr renommierten Rechtsphilosophen als Referent gefunden und freuen uns sehr über seinen wissenschaftlichen Vortrag. In der politischen Debatte wird dieses schwierige Thema zu oft polemisch behandelt, wodurch keine echte Auseinandersetzung zustande kommt. Wir hoffen, in unseren Räumen eine tatsächliche sachliche Debatte anzustoßen, und diesem ausgezeichneten Vortrag einen angemessen Rahmen zu geben.“

Auf dem Adelphenhaus findet sich für bis zu 100 Besucher Platz. Der Eintritt ist frei und jeder Interessierte herzlich willkommen.